Im Rahmen des MINT-Camps „Astronomie 2.0“ an der Universität Münster hatten wir die Möglichkeit, eine Woche lang in die Welt der Astronomie und Planetologie einzutauchen. Dabei konnten wir nicht nur viel Neues lernen, sondern vor allem selbst forschen, ausprobieren und echte Wissenschaft erleben.
Ein Highlight war für uns die Arbeit mit professionellen Forschungsteleskopen auf Hawaii und in Australien, die wir über das Internet selbst steuern durften. Damit nahmen wir eigene Bilder von Kometen, Galaxien und anderen Himmelsobjekten, wie z.B. des Zwergplaneten Pluto, auf und werteten sie anschließend aus. Auch die Sonne, sowie ihre deutlich sichtbaren Sonnenflecken, konnten wir durch ein spezielles Teleskop beobachten. Gleichzeitig lernten wir auch, wie ein Teleskop überhaupt aufgebaut ist und wie wichtig die einzelnen Linsen für ein gutes Bild sind.
Besonders spannend war außerdem das Thema Licht und Strahlung. Wir lernten, weshalb unterschiedliche Wellenlängen verschiedene Farben erzeugen, und untersuchten mit einem Spektrographen das Lichtspektrum verschiedener Quellen. Damit verbunden schauten wir uns den biologischen Aufbau eines menschlichen Auges an, um zu verstehen, wie dieser unsere optische Farbwahrnehmung beeinflusst.
Mit dem Hubble-Gesetz befassten wir uns ebenfalls und konnten es durch ein Ballonexperiment selbst nachvollziehen. Das Gesetz besagt, dass das Universum sich stetig ausdehnt, wobei Beobachtungen zeigen, dass sich diese Ausdehnung immer mehr beschleunigt. Hubble führte die Hubble-Konstante ein, die den Zusammenhang zwischen der Entfernung einer Galaxie und ihrer Fluchtgeschwindigkeit beschreibt.
In kleinen Teams entwickelten wir außerdem eine eigene Raumsonde zur Gesteinsprobenentnahme. Dabei waren Kreativität und Teamarbeit gefragt, weil unser Modell am Ende auch funktionieren sollten.
Auch die Führung durch das Labor der Planetologie an der Universität Münster hat uns sehr gefallen. Zwei Studierende gaben uns spannende Einblicke in ihre aktuellen Masterarbeiten und zeigten, wie Wissenschaft im Studium wirklich aussieht.
Das MINT-Camp hat uns nicht nur fachlich viel gebracht, sondern vor allem gezeigt, wie spannend Forschung sein kann, wenn man selbst aktiv wird und verschiedenste Dinge hinterfragt.
Vielen Dank an das tolle Team, welches uns diese Erfahrung ermöglicht hat!