„Wie lieblich es schallt“, versprachen die Plakate, die im Schulgebäude auf die kommenden Weihnachtskonzerte hinwiesen. Mit dem Zusatz „Hört nur“ aus dem klassischen Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ brauchten die Besucher des Konzerts am gestrigen Dienstagabend nicht erst aufgefordert zu werden. Denn was da gespielt wurde, war nicht nur nicht zu überhören, sondern eine besondere Freude für die Ohren. Und wer sagt, die Mischung macht’s, der hatte an diesem Abend noch einmal auf besondere Weise Recht. Denn mehrfach wechselten sich Jungendchor, Unterstufenchor (geleitet von Sandra Linnemann) Junges Orchester (dirigiert von Marie Ueberdiek), und Solisten ab oder wirkten in unterschiedlichen Konstellationen zusammen, sodass man immer wieder aufs Neue begeistert zuhörte, was da geboten wurde.
Den Anfang machte aber Peter Mack mit einer Orgelsonate von Paul Fey, gefolgt von einem Stück, das gemeinsam vom Jugendchor und dem Jungen Orchester Mauritz intoniert wurde und schon anzeigte, wie diese beiden Ensembles immer wieder miteinander ineteragieren würden.
In den Darbietungen der Chöre begleiteten Feline Röder mit ihrer Harfe, Susanna Althaus mit ihrer Geige, Justus Taraks mit seinem Violincello und Thea Rohling mit ihrer Querflöte jeweils in einem Stück die gesangliche Darbietung, teils begleitet von Musiklehrer Sebastian Vaupel am Klavier.
Das Violin-Quartett aus Susanna Althuas, Celine Trinh, Daniel Falkenkötter und Theresa Harmeling spielte „Le Départ“ und „L’Arrivée“ von Charles Dancla und erntete berechtigt großen Applaus, der sich nach dem Harfensolo von Feline Röder wiederholte, in dem sie die Nachtigal („The Nightingale“ von Deborah Henson-Conant) mit ihrem Instrument zum Leben erweckte.
Ebenfalls ein Solo brachte Anna Vonnegut mit ihrem Gesangsstück „In the Bleak Midwinter“. Sie wurde auf dem Klavier begleitet von Pater Mack und bekam einen langanhaltenden Applaus für gefühlvolle Darbietung. Im Duett dagegen sangen Julie Lammers und Fabienne Schoppmeier „Where are you Christmas“ und überzeugten, ebenfalls begleitet durch Peter Mack, die Zuhörenden so vom Zauber der Vorweihnachtszeit.
Doch wie es Tradition ist, gab es auch in diesem Jahr nicht nur Musik, sondern benfalls wieder die besondere Weihnachtsgeschichte, gelesen von Brigitta Dierkes, die die Frage aufwarf, warum Erwachsene eigentlich immer so steif und langweilig sind. Den Gegenbeweis erbrachte „Tante Clara, die am Nikolausabend auf Max und Pia aufpasst und (mit einem kleinen Anschub) die Welt doch wieder ein bisschen mit Kinderaugen sehen kann.
Neben den Musikdarbietungen durch die Ensembles waren auch in diesem Jahr die Konzertbesucherinnen und -besucher eingeladen mitzusingen. Schon zu Beginn wurde also gemeinsam „Mach hoch die Tür“ performt, zur Mitte des Konzerts „Wäre Gesanges voll unser Mund“, das kurz vor Beginn des Konzerts noch einmal mit Chorleiterin Sandra Linnemann mit dem Publikum geprobt wurde, und am Ende das titelgebende „Leise rieselt der Schnee“.
Mit diesem Erlebnis im Kopf und den Herzen voll Weihnachtsvorfreude durften die Gäste anschließend zum Ausklang einen Weihnachtspunsch genießen und sich über das Erlebte austauschen. Vorbereitet und ausgeschenkt wurde dieser vom Förderverein der Schule.
Am Donnerstag werden gleich zwei Konzerte gespielt, beginnend um 17 und um 19 Uhr.
Spenden für die Ensembles werden am Ende gerne entgegengenommen. Sie kommen der Musicalproduktion im Sommer zugute.
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„Wie lieblich es schallt“
Der Unterstufenkonzert sang sich unter anderem mit "Schlaf ein mein Jesulein" und einer Version von "Oh Come, All Ye Faithfull" in die Herzen der Konzertbesucherinnen und -besucher.
