Ein spannendes Experiment hat zum Schuljahresabschluss am Gymnasium St. Mauritz die etwa 20 Schülerinnen und Schüler der MINT-AG unter der Leitung von Elmar Knocks begeistert: Im Rahmen eines Projekts wurde ein Wetterballon mit einer Styropor-Sonde in die Stratosphäre geschickt.
Am Donnerstag, dem 18.06., war es so weit: Gegen 15:15 Uhr waren die umfangreichen Vorbereitungen abgeschlossen. Nach einem Countdown hob der mit Helium gefüllte Wetterballon ab. Im Schlepptau befand sich eine Sonde, bestehend aus einer leichten Styroporbox, die mit einer Kamera, mehreren Akkus, zwei GPS-Trackern und Messgeräten ausgestattet war. Und außerdem mit an Bord: das MINT-Maskottchen in Form eines kleinen, orangenen Dinos.
Wie geplant stieg der Ballon in die Stratosphäre auf und erreichte nach knapp zwei Stunden eine Höhe von etwa 30 Kilometern. Dort, wo die Luft extrem dünn wird, platzte der Ballon wie erwartet. Die Sonde segelte, gebremst durch einen Fallschirm, in nur 45 Minuten zurück zur Erde.
Doch der spannendste Teil stand noch bevor: die Bergung. Die MINT-Lehrer Elmar Knocks und Lukas Schreiner machten sich direkt nach dem Start auf den Weg, um der Sonde zu folgen. Ein GPS-Tracker in der Sonde sendete alle fünf Minuten die aktuellen Flugdaten und schließlich, nach rund zweieinhalb Stunden Flugzeit die Koordinaten der Landestelle. Etwa 30 Minuten nach der Landung war das Bergungsteam bereits am Zielpunkt angekommen: Ein Feld in einer Bauernschaft nahe Bad Salzuflen. Die Erleichterung war groß – nicht nur, weil die Technik intakt war, sondern auch, weil der Dino, das Maskottchen der MINT-AG, unbeschadet geborgen werden konnte.
Noch aufregender als die Bergung waren jedoch die Aufnahmen, die die Kamera während des Fluges gemacht hatte: Der Aufstieg vom Schulhof des Gymnasiums St. Mauritz, das Platzen des Ballons in der Stratosphäre und der atemberaubende Blick auf die Erde aus 30 Kilometern Höhe konnten im Video festgehalten werden samt der unsanften Landung im Gerstenfeld.
In 30 km Höhe sieht man, wie dünn unsere Atmosphäre ist – und wie wichtig es ist, sie zu schützen.
