Ein Spanender Tag für den Bio LK der Q1 stand am 23. März 2026 an. Der Kurs besuchten erstmals als aktive Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die „heiligen Laborhallen“ des genetischen Instituts der Universität Münster.
Schon seit Jahren bietet die Universität Münster interessierten schulischen Kursen die Möglichkeit, im genetischen Institut der Universität Münster die Polymerasekettenreaktion kurz PCR und die Gelelektrophorese durchzuführen. Der Volksmund kennt dies als „genetischen Fingerabdruck“, mit dem man Straftäter überführen kann, Elternschaft klären kann, oder wie in der Frühphase der Corona-Pandemie, den Virusbefall nachgewiesen hat.
Die Abiturvorgaben des Landes erwarten von den Schülerinnen und Schülern im Fach Biologie, dass sie diese Methode kennen, obwohl es für Schulen - alleine schon aus Kostengründen- kaum möglich ist, diese Verfahren in der Praxis umzusetzen.
Da trifft es sich gut, dass der Lehrstuhl von Prof. Dr. Luschnig regelmäßig den Schulen in Münster seine Räumlichkeiten, Gerätschaften und personellen Ressourcen zur Verfügung stellt.
Nachdem Professor Luschnig uns in seinem Labor begrüßte und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt hatte, begleiteten uns drei Masterstudenten der Biomedizin durch die experimentelle Verfahrensweise. Diese hatten wir im Vorfeld schon theoretisch im Unterricht erarbeitet und besprochen. Auch das zur Verfügung gestellte Experimentierskript hatten die Schülerinnen und Schüler des Bio-LKs intensiv bearbeitet, sodass es ohne Umschweife an die Arbeit gehen konnte.
In drei Gruppen wurde Fruchtfliegen- und Tomaten-DNA extrahiert. In einem Thermocykler (ein Gerät zur DNA-Vervielfältigung) wurden dann die gewünschten Erbgutabschnitte innerhalb kürzester Zeit vervielfältigt und anschließend in ein selbst hergestelltes Gel gegeben. In einem elektrischen Spannungsfeld entstanden dann auf dem Gel typische Bandenmuster für Fruchtfliegen und Tomaten, die abfotografiert und hinsichtlich ihrer Unterschiede verglichen werden konnten.
Die Schülerinnen und Schülern des LKs waren mit großem Eifer bei der Sache und erzielten so erfolgreich die gewünschten und genauen Ergebnisse.
Am Ende des Experimentiertages waren sich alle einig, es macht nicht nur mehr Spaß praktisch zu arbeiten, sondern es schafft auch einen besseren Zugang zur Theorie, die einen nachhaltigen Lerneindruck für die spätere Vorbereitung auf das Abitur hinterlässt.
